Quellgas-Therapie/CO2-Therapie

Bei der Behandlung mit CO2-Quellgas- oder Kohlendioxid (identische Begriffe) wird etwa 10ml des Gases in das Unterhautgewebe infiltriert. Das Quellgas-Therapie/CO2-Therapieführt im Gewebe dazu, dass CO2 in Sauerstoff umgewandelt wird. Dadurch wird das Bindegewebe und die Muskulatur stark aufgelockert und gut durchblutet.
Die gute Durchblutung führt zur Schmerzlinderung im Gewebe.

Besonders gut wirkt die Quellgastherapie bei:

  • chronischen Kopfschmerzen
  • Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich
  • Ellenbogengelenkschmerzen wie Tennisellenbogen und Golferellenbogen
  • Schmerzen in der Lendenwirbelsäule
  • Schmerzen in der Achillessehne
  • Kniegelenkschmerzen

Zur Therapie gehören 6-10 Injektionen, die 2-3x wöchentlich durchgeführt werden.
Die Kosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen.

 

CO2 - ein natürliches Heilmittel?

Bei CO2 handelt es sich um ein körpereigenes Stoffwechselprodukt. Es entsteht bei der Verdauung von Kohlenwasserstoffen aus der Nahrung. Im Zellstoffwechsel der Körperzellen werden diese Kohlenwasserstoffe mit dem eingeatmeten Sauerstoff zu Wasser und Kohlendioxid (CO2) verbunden.

Bei der CO2-Insufflationsmethode wird medizinisch reines CO2 unter die Haut gedrückt.
Es entsteht auf diese Weise eine örtlich begrenzte erhöhte CO2-Konzentration.
Dieses CO2 wird sehr schnell an Zell- und Bluteiweiß gebunden, mit dem Blutstrom zur Lunge transportiert und dort ausgeatmet. Negative Folgen oder Komplikationen treten nicht auf, da es sich bei CO2 um ein körpereigenes Stoffwechselprodukt handelt und nur die Änderung der Konzentration dieses natürlichen "Heilmittels" zur Behandlung genutzt wird.

Wie wirkt CO2 auf den Organismus?

Durch die Einspritzung von CO2-Gas unter die Haut kommt es zu einer Steigerung der lokalen Durchblutung, sichtbar durch eine Rötung der Haut. Die durchblutungsfördernde und schmerzlindernde Wirkung des CO2-Gases konnte bei folgenden Krankheitsbildern bisher erfolgreich eingesetzt werden:

  • Migräne
  • Nacken- und Kopfschmerzen
  • funktionelle Rückenschmerzen
  • Bewegungsschmerzen im Schulter-Arm-Bereich
  • Kniegelenksathrose
  • Durchblutungsstörungen

Anwendung

Die örtliche CO2-Gas-Insufflation ist eine risikoarme und physiologisch unbedenkliche Methode.
Mit einer dünnen Kanüle wird CO2 direkt unter die Haut gedrückt. Der Patient verspürt während der Einspritzung ein leichtes Brennen, das aber sofort wieder verschwindet.
Durch die Steigerung der Durchblutung breitet sich anschließend ein wohltuendes Wärmegefühl im Insufflationsbereich aus.